Musikalischer Sommer: Karim Said

Klosterweg 1 29549 Bad Bevensen-Medingen

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Veranstalter: Bad Bevensen Marketing GmbH, Dahlenburger Str. 1, 29549 Bad Bevensen, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Programm:

Schubert Impromptu No.4 op. 90 in ab Major
Beethoven: 15 Variations and a Fugue on an original theme in Eb Major op. 35 ‘’Eroica’’

Interval

Schoenberg - Piano Suite op. 25
Brahms - Variations in D minor on an Original Theme op. 18a


Der Zufall will es, dass das erste Konzert des Sommers im Kloster Medingen am 9. Mai 2015, um 19.30 Uhr, wieder von einem Pianisten bestritten wird. Das Eröffnungskonzert ist eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Bad Bevensen. Nach dem neunten Jahrgang der Reihe „Junge Pianisten“ von Januar bis April ist das Publikum in Übung. Karim Said, der in Jordanien geborene und in Großbritannien lebende Musiker, erhielt diesen Auftritt als Anerkennung für seine Leistungen im Rahmen der 5. Internationalen Sommerakademie 2014, dieser Meisterklasse, die hochkarätige Leistungen produziert und das Publikum immer staunend zurücklässt.
Anlässlich des dortigen Abschlusskonzerts stand über Karim Said zu lesen:
„Der Jordanier behauptete sich locker-lässig im Mozart-Sound, beschickte den mit viel Leichtigkeit, hatte die Courage dem begleitenden Ensemble seine Gangart anzusagen.“ Oder ein Jahr später: „ Mit Satz eins des fünften Klavierkonzertes von Ludwig van Beethoven richtete Karim Said seine Vorstellungen der Interpretation nach Swjatoslaw Richter & Co. aus. Unbeschreiblich schwungvoll, aber genauso vorsichtig tastend in den verzögernden Passagen…“
Said ist dem West Eastern Divan Orchestra, dieser Gründung von Daniel Barenboim mit palästinensischen und israelischen Musikern, eng verbunden als Solist. Er spielte in dieser Paarung in Berlin, Mailand, Wien, London und Moskau. Er hat eine Leidenschaft für Kammermusik, gründete sein eigenes Orchester („Da Vinci Players“), sein Musikverständnis wird hoch gelobt.
Im Konzert des Medinger Musiksommer hat sich der 26-jährige Künstler, der Schüler von Hinrich Alpers ist, ein Kontrastprogramm verschrieben. Er beginnt mit Arnold Schönberg und dessen Suite für Klavier op. 25. Es ist das erste Werk des Komponisten, das eine einzige Zwölftonreihe für alle Sätze (Präludium – Gavotte – Musette – Intermezzo - Menuett – Gigue) verbindlich ansagt. Alles ist dieser einen Reihe entnommen, sie ist Material zur Themenbildung und deren Weiterführung. Es wird ein atonales Experiment!
Der Sprung zurück in der Musikgeschichte geht über Johannes Brahms und Frederic Chopin zu Johann Sebastian Bach. Es erklingen Thema und Variationen in d-moll op. 18a, die Klaviersonate Nr. 3 h-moll op. 58 und aus der „Kunst der Fuge“ Contrapunctus 18.
Das op. 18a von Brahms ist eigentlich der Variationensatz seines op. 18, einem Streichsextett. Der Komponist selbst hat das düstere Andante des zweiten Sextett-Satzes für Klavier umgesetzt, er hellt darin am Ende das d-moll fast als Schubert-Zitat nach D-Dur auf.
Chopins Sonate h-moll ist sein letztes großes Werk. Die vier Sätze enthalten eine Fülle schöner Musik und lyrischer Synthesen. Vom Marschthema im ersten Satz über das Scherzo bis zum Rondo, diesem Paradestück der Effekte.
Johann Sebastian Bachs Sammlung von Kompositionen zu einem Thema, 14 Fugen plus vier Kanons, wurde wahrscheinlich 1748 gedruckt. Zwei Jahre vor dem Tod des Meisters, sein Schwanengesang quasi, BWV 1080. Der Pianist Glenn Gould sagte über diese Noten, er wisse keine andere Musik, die ihn tiefer bewegt habe als diese letzte Fuge. In der das
B-A-C-H-Thema aufscheint und dann unvermittelt abbricht.

Foto: Matthew Percival

Ort der Veranstaltung

Kloster Medingen
Klosterweg 1
29549 Bad Bevensen-Medingen
Deutschland
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Ein ganz besonderes Kloster befindet sich in Bad Bevensen, einem Ort südlich von Lüneburg. Das Kloster St. Mauritius präsentiert sich als prachtvolles, barockes Schlossgebäude und ist mit seinen 14 Konventualinnen der größte evangelische Konvent Niedersachsens.

1228 wurde das Kloster hier von einem Zisterzienserlaienbruder und Nonnen gegründet und ist auch heute noch von seinem Konvent bewohnt. 1781 fielen die Gebäude einer Feuersbrunst zum Opfer und wurden, als einziger Neubau des Protestantismus in Norddeutschland, wieder errichtet. Kirche und Kloster wurden als architektonische Einheit konzipiert und erinnern deshalb eher an eine Schlossanlage, als an ein Frauenstift. Ungewöhnlich ist auch der Turm, der die spätbarocke Klosterkirche schmückt. Er wurde entgegen der zisterziensischen Regel erbaut, nach der Kirchen lediglich mit einem Dachreiter geschmückt werden dürfen.

Nicht nur das Kloster selbst ist ein wahres Kunststück, die Konventualinnen sind auch für die wertvollen Kunstschätze innerhalb der Klostermauern verantwortlich. Dazu zählen ein Krummstab von 1494 ebenso wie die vergoldete Reliquienstatue des Heiligen Mauritius, dem Namensgeber des Klosters und zahlreiche mittelalterliche Stücke. In den Sommermonaten findet hier regelmäßig der Musikalische Sommer statt, doch auch außerhalb dieser Veranstaltungen ist das Kloster ein beliebter Ort für klassische Konzerte und Kammermusik.