31. Internationales Jazzfestival - Tag 3: Wo Jazz auf Chanson trifft

Lucia Cadotsch / Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett / Film  

Am Markt 6 66386 St. Ingbert

Tickets ab 20,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Stadt St. Ingbert, Am Markt 12, 66386 St. Ingbert, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Lucia Cadotsch

SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon eine berückend schöne Sammlung von modernen Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel "Berlin 2016" tragen.
Das Besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, der spielerische Ausdruck sei dadurch begrenzt, wir schnell eines Besseren belehrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigene, aufwühlende, sehr aktuelle Art zu interpretieren.
Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genauso flüstern, wie sie selbst bekennt.
Nach langjähriger Gesangs- und klassischer Klavierausbildung studierte Lucia Cadotsch Jazzgesang an der Universität der Künste Berlin und am Rytmisk Musik Konservatorium in Kopenhagen.
2006 gründete Lucia Cadotsch die Band SCHNEEWEISS + ROSENROT, mit der sie Eu-ropaweit über hundert Konzerte auf großen Festivals und Clubs spielte und drei Alben veröffentlichte: 2012 gewann SCHNEEWEISS + ROSENROT mit dem „Neuen Deutschen Jazzpreis“ die höchstdotierte und wichtigste nationale Auszeichnung im Jazz.
2015 gründete sie das Trio LUCIA CADOTSCH SPEAK LOW mit Petter Eldh und Otis Sandsjö und veröffentlichte mit der Country-Jazz-Bluegrass Band YELLOW BIRD das Al-bum „SING“ (enja).
Neben ihren eigenen Bands ist Lucia Cadotsch mit Hayden Chisholm und dem Lucerne Jazz Orchestra, Rainer Böhm, Don Philippe (Freundeskreis), Dan Freeman, der Künstlerin Paul Polaris, Kathrin Pechlow, Christian Weidner, Johannes Lauer, Georg Graewe Orchestra, SUPER 700 CHOR, LE VERY (ehem. Nias) zu hören.

Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett

Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist
Den meisten Mensch wird Jasmin Tabatabai vom Fernsehbildschirm her bekannt sein. In ihrer Rolle als Mina Amiri in der Krimiserie "Letzte Spur Berlin" hat sie viele Fans gewonnen. Auch zuvor gehörte das Filmschaffen zu den bevorzugten Schaffenbereichen der Schauspielerin. Sogar die legendäre Edith Piaf durfte sie im Kinoepos "La Vie en Rose" synchronisieren.
Ganz nebenbei ist Jasmin Tabatabai auch noch Vollblutmusikerin – sowohl als Sängerin als auch als Komponistin. Dabei hat sie seit Beginn ihrer musikalischen Karriere 1993 zahlreiche CDs im Bereich Chanson vorgestellt. Der Jazz kam später. Im Jahr 2011 erschien das Album "Eine Frau" mit deutsch-sprachigen Liedern im Jazz- und Swing-Stil. 2016 wird das Album "Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist?" veröffentlicht. Gerade hier perfektioniert Jasmin ihr Talent für lyrische Momente ebenso wie für ausdrucksstarken Gesang.
Die Stücke auf „Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist“ legen von dieser lyrischen Instinktsicherheit ein beredtes Zeugnis ab. Sei es die zarte Zerbrechlichkeit, mit der Tabatabai den auf einem Text von Ulrich Plenzdorf basierenden, von Peter Gotthardt komponiertenPuhdys-Klassiker „Wenn ein Mensch lebt“ aus dem DDR-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ interpretiert, sei es in der müden, seelenwehen Laszivität, mit der sie Kurt Tucholskys „Anna Luise“ aus der „Gripsholm“-Verfilmung wiederbegegnet (im Rahmen der Dreharbeiten lernten sich Tabatabai und Klein 1999 kennen). Geradezu Rap-Qualitäten zeigt die Sängerin in der atemlos-atemberaubenden Choro-Version von Reinhard Meys 1988 entstandenem Familiensong „Aller guten Dinge sind drei“. „Dieses Lied ist so unglaublich wahr“, lacht Tabatabai, selbst dreifache Mutter, „sogar meine eigenen Kinder sagen: Hä, woher kennt der uns?“
In St. Ingbert wird man Jasmin Tabatabai nicht nur als talentierte Chansonsängerin mit ausdrucksstarker, unverwechselbarer Stimme erleben. Vielmehr wird sie ihre Leidenschaft für den Jazz zelebrieren.
Mit ihr zusammen auf der Bühne ihr langjährige musikalische Partner David Klein, den sie bei Dreharbeiten 1999 kennenlernte.

Großes Kino mit "Die Legende von Paul und Paula"

Dieser Film war die wohl erfolgreichste Produktion der DEFA, 1973 hergestellt in den Babelsberger Filmstudios. Die Hauptrollen übernahmen Angelica Domröse als Paula und Winfried Glatzeder als Paul. Zwei Schauspieler, die noch heute zur ersten Riege in Deutschland zählen.
Er erzählt die Geschichte vom unglücklich verheirateten Paul. In einer Kellerbar lernt er Paula, seine Nachbarin aus der Wohnung gegenüber näher kennen. Sie ist alleinstehend und kümmert sich um ihre beiden Kindern. Es ist Liebe auf den ersten Blick und ihre Begegnung wird zu Leidenschaft. Während Paula sich fortan im siebten Himmel wähnt, bleibt Paul distanziert, will den Schein seiner Ehe wahren und so seine Karriere schützen. Einerseits genießt er die schönen Momente, Andererseits ist er durch die Affäre und ihre möglichen Folgen beunruhigt. Erst als Paula ihren Sohn durch einen Unfall verliert und sich daraufhin von ihm distanziert, spürt er die Tiefe seiner Liebe zu ihr und kämpft um sie. Die beiden werden zum Paar. Kurz darauf wird Paula erneut schwanger. Die Ärzte sind davon überzeugt, dass Paula aus gesundheitlichen Gründen die Geburt eines dritten Kindes nicht überleben wird. Paula entscheidet sich für das Kind und stirbt bei der Geburt.
Grund für die Vorführung des Werkes – übrigens der Lieblingsfilm von Kanzlerin Angela Merkel – ist die Musik Der Film verhalf den Puhdys zum endgültigen Durchbruch. Der Komponist Peter Gotthardt hatte die Band für die Interpretation der Filmmusik gewonnen. Die von Gotthardt komponierten Filmsongs Geh zu ihr und Wenn ein Mensch lebt gehörten neben Türen öffnen sich zur Stadt (1971) und Geh dem Wind nicht aus dem Wege (1972) zu den ersten Hits der Band. Die Texte schrieb Ulrich Plenzdorf unter Verwendung von Versen aus dem Alten Testament, speziell aus den Büchern Hohes Lied und Prediger (Kohelet). Jasmin Tabatabai wird Lieder aus dem Soundtrack präsentieren.

Ort der Veranstaltung

Stadthalle St. Ingbert
Am Markt 6
66386 St. Ingbert
Deutschland
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Jährlich lockt der begehrte Kleinkunstpreiswettbewerb um die „St. Ingberter Pfanne“ und andere Veranstaltungen wie das Internationale Jazz Festival „Experience“ oder die Kleinkunstreihe von „A la minute“ zahlreiche Besucher und Kulturbegeisterte in die Stadthalle St. Ingbert und somit in die reizvolle Umgebung des Saarlands.

Eingebettet in Wald und integriert in das Biosphärenreservat Bliesgau liegt das wunderschöne Städtchen St. Ingbert und bietet neben zahlreichen Aktivitäten für Naturbegeisterte auch ein vielseitiges Kulturprogramm, denn in St. Ingbert gilt das Motto „365 Tage Festivalzeit“. Ein wichtiger Veranstaltungsort ist deshalb die zentral gelegene Stadthalle in St. Ingbert. Das ganze Jahr über bietet das Programm Unterhaltung für die ganze Familie, für Jung und Alt, für Aktive und Besucher. Dank der Lage im Herzen der Stadt ist der Veranstaltungsort sowohl mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto gut zu erreichen.

Auf der Bühne der Stadthalle finden von Konzerten, Musicals und Theater bis hin zu Kunstaustellungen Veranstaltungen verschiedenster Genres statt. 2016 ist die Stadt St. Ingbert zum 2. Mal Gastgeber der Deutschen Filmfestspiele „Obelisk“. Die Stadthalle dient hierfür als zentraler Austragungsort.